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Glückliche Kinder



Ein wichtiges Thema für die Gesundheit einer Gemeinschaft.


Falls du keine Kinder hast, können dennoch viele Erkenntnisse aus diesem Text für dich bedeutsam sein, denn die folgenden Zusammenhänge sind für alle zwischenmenschlichen Beziehungen von hohem Wert. Vielleicht kennst du auch Eltern in deinem Umfeld, die dies interessieren könnte. Heute möchte ich über glückliche Kinder schreiben und wie wir diese Tatsache als Eltern beeinflussen können. Das Befassen mit diesem Thema hat in meinen Augen durchaus das Potential, unser Leben glücklicher zu machen, ob wir nun Eltern sind oder nicht.

Meine Kindheit verlief nicht ganz durchschnittlich, was das Glücklichsein anbelangt. Leider habe ich einiges von diesem „Unglück” an meine Kinder aus erster Ehe weitergegeben. Erst das Zusammenleben mit den Kindern aus meiner zweiten Beziehung sowie die Ausbildung und Praxis in der Psychomotorik-Therapie haben mir die Augen geöffnet. Sehr geprägt haben mich dabei die Aussagen und Praxisbeispiele von Jesper Juul.

In einem Blog kann es nur darum gehen, einige wichtige Fakten und Anhaltspunkte zu vermitteln. Ich glaube, dass besonders Jesper Juul etwas dazu beitragen kann, mit ungewöhnlichem und hilfreichem Wissen. In der anspruchsvollen Aufgabe als Vater hätte es mir jedenfalls früher sehr helfen können. Zum Glück hilft es mir jetzt.

 


„Um fruchtbare und tragfähige Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern aufzubauen, müssen die Erwachsenen die Führung übernehmen.‘‘ (Jesper Juul, 2016)

Die grosse Frage für Eltern heutzutage ist: „Wie wollen wir unsere Kinder eben nicht erziehen, sondern führen?”

Der Begriff Erziehung ist in meinen Augen heute nicht mehr hilfreich. Er beinhaltet, dass wir die Kinder zu dem machen müssen, was wir denken, was gut ist für sie. Dieser Ansatz ist so im Grunde genommen schon zum Scheitern verurteilt. Um erfolgreich führen zu können, muss ich zuerst eine Beziehung zum Kind aufbauen. Auch als Vater muss ich regelmässig anwesend sein. Beziehung kann nur konstruktiv sein, wenn sie wohlwollend und liebevoll ist. So wird Führung erfolgreich.

Die meisten Eltern wollen nicht mit der altgedienten Autorität wirken, aber ohne Führung entstehen Probleme. Viele Eltern haben nicht den Mut, mit einem wohlgemeinten „Nein” zu wirken. Dabei geht es auch darum, dass die Eltern ihre eigenen Bedürfnisse zuerst einmal wahrnehmen und dann auch mitteilen.

Gemäss Juul will kein Kind die Grenzen der Eltern ausloten.

Das ist logisch. Ein Kind liebt seine Eltern immer und will ihnen nichts Schlechtes tun. Die natürliche Entwicklung eines Kindes treibt es dazu, Erfahrungen machen zu wollen. Ein Kind will seine Umwelt entdecken, dabei muss es herausfordern, berühren, fühlen, damit es lernen und dadurch physisch sowie psychisch wachsen kann. Dabei kommt es natürlich immer wieder anderen Menschen, vor allem den Eltern, in die Quere. Es tut dies weder bewusst noch absichtlich. Es tangiert die Bedürfnisse anderer Menschen, wodurch Konflikte entstehen. Nun sind wir Erwachsenen gefordert, dass diese Konflikte friedlich bereinigt werden. Es sollte nach Möglichkeit kein Streit entstehen. In einem richtigen Streit verlieren alle Beteiligten, weil es emotional wird, eine Seite dann mehr Macht ausübt und seinen Willen durchsetzt. Macht auszuüben und seinen Willen dem Gegenüber aufzudrängen, hinterlässt kein gutes Gefühl. Zu verlieren fühlt sich immer schlecht an. Und als Sieger hast du entweder ein schlechtes Gewissen oder du stärkst dein Ego auf Kosten deines Gegenübers. Das ist nicht würdevoll. Geht das Kind als Sieger vom Feld, weil du nachgibst, lernt es einfach, dass du nachgibst und es dich manipulieren kann. Das fühlt sich ebenfalls nicht gut an. Es entstehen Schuld- und Schamgefühle.

Diese Schuld und Scham, welche mit dem Verlieren und Siegen, durch ausüben von Macht, verbunden sind, werden in der Psychologie als selbstzerstörerische Gefühle betrachtet und sind die Ursache vieler psychischer Störungen. Das Ausüben von Macht kommt in vielen Familien und leider allgemein auch sehr häufig vor.

Wir Menschen möchten grundsätzlich zufrieden und glücklich sein. Wir möchten selbstbestimmt, möglichst erfüllt und würdevoll leben.

Den Keim dazu legen und nähren wir Eltern am besten in den Baby- und Kinderjahren. Hier erinnere ich an Remo Largo, den bekannten Schweizer Kinderarzt, auch eine Quelle sehr hilfreicher Anregungen. Übrigens zeigen er und Jesper Juul auch auf, wie eine wirklich gute, für Kinder erfolgreiche Schulzeit verlaufen sollte.

 

Wie können wir nun eine würdevolle, nicht manipulierende Führung ausüben?

Wäre es nicht erstrebenswert, kein „Schlachtfeld" zu erzeugen? So dass alle Beteiligten mit einem zufriedenen Gefühl friedvoll handeln und sein können.

Ich nenne hier pragmatisch ein paar Merksätze. Wenn du mehr über Zusammenhänge, Begründungen und Fakten wissen willst, lege ich dir die Literaturliste am Schluss ans Herz.

1. Kinder lernen ganz einfach das, was wir ihnen als Eltern vorleben. Sie lernen NICHT das, was wir ihnen predigen oder wie wir sie gerne haben würden. Wenn sie dürfen, lernen sie das, was sie wollen.

2. Alle Kinder wollen lernen, ausser sie werden durch Manipulation daran gehindert.

3. Wenn wir Kinder manipulieren, lernen sie ebenfalls zu manipulieren.

So lernen sie auch nicht ihre Bedürfnisse zu äussern. Oft lernen sie dann, ihre unbewussten Bedürfnisse einfach durchsetzen zu wollen oder sie werden schüchtern und trauen sich nicht, sich für ihre Bedürfnisse einzusetzen. Oft lernen sie auch verdeckte Absichten und Forderungen zu haben, zu lügen und zu hintergehen.

4. Anweisungen, Belohnungen, übertriebenes und/oder unehrliches Lob, Bedingungen stellen, Zurechtweisungen, physische und emotionale Abwesenheit, Liebesentzug, Drohungen, Strafen und Gewalt (physisch und verbal) sind alles Formen der Manipulation.

5. Auch ein; „du MUSST…‘‘, ist ungeeignet. Wenn uns jemand sagt, dass wir etwas müssen, erregt das schon Abwehr in uns. Kennst du das von dir selbst auch? Konstruktiver ist eine Einladung; „möchtest du…‘‘. Meistens funktioniert ein Wunsch, verbunden mit einem Bedürfnis; „Ich wünsche mir das so, weil es mir wichtig ist, dass…‘‘.

6. Die Reaktionen der Kinder sind nie zufällig.

Sie stehen immer in Bezug zum Verhalten der Eltern oder Bezugspersonen und sind nicht geplant. Und es steckt weder eine gute noch eine schlechte Absicht dahinter.

7. Diese oben genannten Reaktionen sind manchmal schwierig zu entschlüsseln.

Jedes Kind will kooperieren. Es möchte von Wert sein für seine Familie.

8. Selbstbestimmung, Zufriedenheit, Würde und Glück können NUR aus würdevoller Beziehung, Vertrauen und genügend Freiheit zum Entdecken entstehen!

9. Als Vater (Mutter, Lehrer:in) darf ich mich nicht als Besserwissender über die Kinder stellen. Der berühmte Physiker und Philosophe Heinz v. Förster sagte 1998:

„Mein Vorschlag ist, dass der Lehrer von der Idee Abstand nehmen sollte, er wisse alles, und die Schüler wüssten nichts, das seien Menschen, deren Köpfe mit seinen Ideen gefüllt werden müssten. Es wäre gut, wenn er seine überlegene Position aufgeben und die Klasse in dem Bewusstsein betreten könnte, dass auch er nichts weiss.”

10. Als Bezugsperson zeige ich mich als Mensch mit Stärken und Schwächen. Ich spreche mit Kindern empathisch, würdevoll und liebevoll. Ich sage auch „Nein”, wenn es nötig ist, spreche über meine Bedürfnisse und möchte, dass diese respektiert werden. Ich bin gesprächsbereit und verständnisvoll, aber dennoch bestimmt. So lebe ich eine natürliche Autorität vor. Das alles schafft Beziehung und Vertrauen.

 

Wie schaffe ich es, in diesen Raum von Beziehung und Vertrauen zu kommen?

Ich kann hier nur von mir reden:

1. Als erstes steht meine Entscheidung, dass ich meine Kinder und meine Frau lieben will. Ich will mit ihnen in Würde leben. Unser Leben soll uns Freude machen. Dann stelle ich mir das in schönen inneren Bildern vor, verbinde mich mit den wunderbaren Gefühlen, die dabei entstehen und schwelge richtiggehend in diesen Gefühlen.

2. So oft wie möglich versuche ich meine Kinder und meine Frau liebevoll anzuschauen. Ich möchte möglichst viele Momente nutzen, in denen ich mich an meine Liebe zu ihnen und an meine Entscheidung erinnere. Denn Liebe ist nicht einfach immer da, ich muss sie manchmal heraufbeschwören, nähren und pflegen.

3. Kinder möchten, dass wir Eltern sie sehen.

In diesen Momenten suchen und brauchen sie unsere Aufmerksamkeit. Dann zeige ich ihnen mit einem Lächeln, dass ich sie sehe und schätze. Besser als ein Lob ist, dass wir ihre Handlungen in anerkennender Weise spiegeln. Oft spüre ich dann gerade in solchen Momenten meine Liebe zu ihnen und sage ich ihnen: „Ich hab dich lieb!”

4. Ganz wichtig ist es, Geduld zu haben und warten zu können, bis das Kind von sich aus aktiv wird. Oft brauchen Kinder mehr Zeit. Sehr häufig fordern wir ein Kind zu etwas auf, weil wir eine Erwartung haben oder wir wiederholen eine schon einmal geäusserte Aufforderung. Kinder wären mindestens doppelt so viel von sich aus aktiv oder kooperativ, wenn wir Erwachsenen diese erwartungsvollen Aufforderungen sein lassen würden. Kinder beobachten meistens sehr genau, was vor sich geht und wenn es für sie stimmt, entscheiden sie sich auch selbst mitzumachen. Diese intrinsisch motivierte Selbstbestimmung ist äusserst wichtig, damit ein Kind Lernerfolge auf sich selbst bezieht.

Das baut Selbstvertrauen und innere Stärke auf.

5. Ich versuche, mich nicht als Besserwisser, sondern als Lernender zu sehen. In so vielen Momenten kann ich von meinen Kindern lernen.

Das versuche ich so oft wie möglich zu tun und das wird mich zu einem besseren Vater und Menschen machen. Das bedeutet auch, dass ich dazu stehe, wenn ich etwas Ungeeignetes gesagt oder getan habe.

6. Ich zeige mich immer wieder als Mensch mit Fehlern und meinen ganz eigenen Unsicherheiten.

7. Ich bilde keine Allianz mit meiner Frau gegenüber unseren Kindern. Es ist wichtig, dass sie unsere Unterschiedlichkeit erleben. So lernen sie, dass Menschen unterschiedlich sind, verschiedene Bedürfnisse, Wünsche und Verhaltensweisen haben. Kinder sollten auch ruhig sehen, dass wir Eltern auch Konflikte haben. Gewisse Konflikte können Sie miterleben und sehen, wie wir mit diesen umgehen.

8. Wenn ich mich entscheide, „Nein" zu sagen, versuche ich das liebevoll und wohlwollend, aber bestimmt zu tun. Ich diskutiere dann nicht mit ihnen. Ich nenne ihnen meine Bedürfnisse und Wünsche, aber nicht mehr.

Kinder brauchen unser Nein, damit sie erkennen können, was unsere Bedürfnisse sind.

Nur so können sie lernen, was ihre eigenen Bedürfnisse sind und diese auch mitzuteilen.

Und nur so können sie lernen, verantwortungsbewusst Nein zu sagen, dies nicht aus einer Trotzreaktion heraus zu tun. Und nur so können sie lernen, mit der Frustration, die ein Nein auslöst, umzugehen. Da das Nein aber liebevoll und in Ruhe übermittelt wird, kann das Kind besser mit dieser Frustration umgehen.

9. In diesen schwierigen Momenten wo ich überreagieren, ausrufen, fluchen, schimpfen, schlagen, befehlen, lügen etc. möchte, versuche ich durchzuatmen, Abstand zu gewinnen, Ruhe einkehren zu lassen, mich an meine wertschätzende und liebende Kraft zu erinnern.

10. Danach versuche ich, das Gegenüber mit dieser liebenden Kraft anzuschauen und diese Kraft fliessen zu lassen. Damit dies gelingt, muss ich Belehrungen, meine Lösungen, meine Wahrheiten etc. loslassen.

11. So entstehen dann friedliche, sinnvolle Wendungen, sowie oft auch Lösungen, mit denen alle Beteiligten leben können.

Ja, natürlich schaffe ich all das nicht so oft, wie ich es mir wünsche. Manchmal versage ich trotz allen guten Vorsätzen kläglich. Wir Menschen sind eben von Natur aus fehlerhaft. Das bringt mich zum überaus wichtigen Punkt.

12. Wenn ich Sch… gebaut habe, liegt es immer in meiner Verantwortung, das auch wieder gerade zu biegen. Ich gehe also zu meinen Kindern (oder zu meiner Frau) und entschuldige mich. Ich gestehe mein Unvermögen ein und erkläre ihnen, dass es allein meine Verantwortung ist. Gibt es Verhaltensweisen meiner Kinder, die einen Konflikt geschürt haben, kann ich das ansprechen, aber nicht in einer beschuldigenden Art und Weise.

Die Ursache meines Verhaltens und was ich sage, liegt ausschliesslich bei mir und in meiner Verantwortung.

Dieser letzte Punkt hilft sehr, Beziehung und Vertrauen aufzubauen. Und das hilft den Kindern, selbst Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und konfliktfähig zu werden.

 

Veränderungsprozess

Jesper Juul spricht hier von einem Veränderungsprozess, der nötig ist, um diesen persönlichen und auch gesellschaftlichen Wandel zu vollziehen. Dazu ein Zitat:

„Der wichtigste Faktor bei diesem Veränderungsprozess heisst persönliche Autorität. Sie ist der beständigste Ersatz für die traditionelle auf Rollen basierende Autorität. Persönliche Autorität gründet sich auf Selbstwertgefühl, Selbsterkenntnis, Selbstachtung, Selbstvertrauen und auf unsere Fähigkeit, unsere persönlichen Werte und Grenzen ernst zu nehmen, ohne dabei der Versuchung zu erliegen, uns aufzublasen. Nicht zuletzt gründet sie sich auch auf unsere Fähigkeit, andere Menschen ernst zu nehmen und ihnen mit Empathie und Respekt zu begegnen.” (2016)

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass es sich mehr als lohnt, diesen Weg der Veränderung zu beschreiten. Für mich alten Kauz wird dieser Prozess sicher bis an mein Lebensende dauern. Wenn aber mehr und mehr Kinder in diesem neuen Verständnis aufwachsen, wird ein neues Verhalten entstehen und eine Gesellschaft der Würde, der Fairness und des Friedens wird beginnen sich breit zu machen.

Hier eine anregende Frage von Jesper Juul. Vielleicht hast du Lust zu schauen, was sie in dir anregt?

"Möchtest du als Vater oder Mutter, dass deine Kinder so aufwachsen, dass sie ihr eigenes, unabhängiges Wesen leben, oder möchtest du Kinder grossziehen, die wissen, wie sie sich benehmen?'' (2005)

Ein weiterer Grund, diesen Veränderungsprozess einzugehen, ist die Beziehung zu deinem Lebenspartner. Denn es ist eine wunderbare Möglichkeit, der Falle der „sterbenden Liebesbeziehung” zwischen Mutter und Vater, welcher fast alle Eltern ausgesetzt sind, wirksam zu begegnen.

 

Folgende Risiken stören jedoch das noble Unterfangen dieses Veränderungsprozesses:

Umweltbelastungen & Fehlernährung

Dazu sage ich nur kurz und pragmatisch Folgendes:

• Wie wir Erwachsenen sind auch unsere Kinder heutzutage mit vielen toxischen Stoffen belastet. Das kann neben gesundheitlichen Problemen auch ihr Verhalten oder ihre Lernfähigkeit beeinflussen. So sind zum Beispiel Schwermetallbelastungen mitverantwortlich für Lernschwächen, Dyskalkulie, ADHS, Autismus etc. Diese Belastungen sabotieren natürlich das Glück unserer Kinder.

• Besteht die Ernährung hauptsächlich aus Milchprodukten, Eiern, glutenhaltigem Getreide, Zucker, viel Fett, Fertigprodukten und Süssgetränken, wird das Glücklichsein eines Kindes schon mal erschwert. Diese Ernährung schwächt das Immunsystem und die Leistungsfähigkeit (auch des Gehirns) und fördert verschiedenste Krankheiten (wie Diabetes, Allergien, Fettleibigkeit, Depressionen und mehr) oder auffälliges Verhalten (wie Nervosität, Gereiztheit, Hyperaktivität, ADHS etc.)

• Verordnung und Zwang führen zu Aufstand, Rebellion oder Resignation. Ernährung sollte gut schmecken, abwechslungsreich sein und Freude machen. Kinder mögen es auch sehr, in die Zubereitung der Speisen eingebunden zu werden.

Es gibt sehr viele gesunde Lebensmittel, welche das Immunsystem und die Leistungsfähigkeit unserer Kinder stärken. Einige dieser Lebensmittel leiten auch Schwermetalle und andere toxische Stoffe aus dem Körper aus. Mehr dazu findest du in verschiedenen anderen Texten in meinem Blog.

 

Abschliessend

Wäre es nicht die grosse Chance, dass wir Eltern beginnen, vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Kindern aufzubauen? Dass wir lernen unsere Bedürfnisse wahrzunehmen und mitzuteilen? Dass wir aufhören zu manipulieren? Dass wir versuchen, würdevoll und liebevoll zu sein, zu uns selbst, zu unseren Kindern und zu unseren Lebenspartner:innen?

Global betrachtet geht es um ein friedvolles, würdevolles Zusammenleben der Menschen auf diesem Planeten. Dazu sagt Heinz v. Förster weise:

„Ich will noch einmal betonen, dass ich im Grunde genommen aus der gesamten Diskussion über Wahrheit und Lüge, Subjektivität und Objektivität aussteigen will. Diese Kategorien stören die Beziehung von Mensch zu Mensch, sie erzeugen ein Klima, in dem andere überredet, bekehrt und gezwungen werden. Es entsteht Feindschaft. Man sollte diese Begriffe einfach nicht mehr verwenden, da sie, so behaupte ich, durch die blosse Erwähnung und auch durch die Verneinung oder Ablehnung am Leben erhalten werden.‘‘ (1998)

Ja natürlich, auch ich bin oft daran gescheitert und tue es immer wieder. Aber die Tage, an denen ich es schaffe, sind einfach so wunderbar schön. Sie sind Balsam für meine Seele und das Zusammensein mit meiner Frau und den Kindern.

Bleib gesund und bis bald!



List of Literature:

Juul, J. (2005) Aus Erziehung wird Beziehung, Authentische Eltern - kompetente Kinder. Freiburg im Breisgau, Verlag Herder

Juul, J. (2016) Leitwölfe sein, Liebevolle Führung in der Familie. Weinheim Beltz

Juul, J. (2007) Nein aus Liebe, Klare Eltern – starke Kinder. Weinheim, Beltz

some English books of Juul:

Here I am! Who are you?; Your competent child; Family Life; No - the art of saying no

Largo, R. Beglinger, M. (2009) Schülerjahre, Wie Kinder besser lernen. München, Piper Verlag

Largo, R. (2013) Wer bestimmt den Lernerfolg: Kind, Schule, Gesellschaft?. Weinheim Beltz

English:

Largo,R. (2019) The Right Life: Human Individuality and Its Role in Our Development, Health and Happiness

Förster v, H. Pörksen, B. (1998) Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners, Gespräche für Skeptiker. Heidelberg, Carl-Auer Verlag

English:

Understanding Systems: Conversations on Epistemology and Ethics, Kluwer Academic/Plenum Publishers, 2002

Hauser, B. (2021) Spiel in Kindheit und Jugend, Der natürliche Modus des Lernens. Bad Heilbrunn, Verlag Klinkhardt

Hartkemeyer, J. Hartkemeyer, M. Hartkemeyer, T. (2016) Dialogische Intelligenz, Aus dem Käfig des Gedachten in den Kosmos gemeinsamen Denkens. Frankfurt/Main, Brüll & Heisterkamp KG

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